FIPJP - Fédération de Pétanque et Jeu Provençale

Die Föderation ist der internationale Dachverband unserer Sportart, die nach inoffiziellen Informationen in etwa 160 Ländern praktiziert wird. Etwas über 100 nationale Verbände haben sich mittlerweile gegründet und dem internationalen Verband angeschlossen.

DPV - Deutscher Pétanque Verband

Dazu zählt auch der DPV (Deutscher Pétanque Verband), der in der Bundesrepublik über 20.000 aktive und organisierte Mitglieder in seinen Vereinen beherbergt. Die Dunkelziffer der nicht organisierten Freunde des Sportes liegt erheblich viel höher. Viele Urlauber betreiben diesen Sport gelegentlich und geraten dann irgendwann in den Schoß eines Vereines! Auf diese Weise wächst der Verband gegenwärtig beständig. Dem DPV gehören unterdessen 10 Landesverbände an, wobei der PVO (Pétanque Verband Ost) drei Bundesländer abdeckt.

BPV NRW - Boule und Pétanque Verband Nordrhein Westfalen

114 Mitgliedsvereine zählt der BPV mittlerweile und gehört damit seit je her zu den größten Landesverbänden in der Bundesrepublik. Kopf an Kopf mit dem BBPV BW (Boule Boccia und Pétanque Verband Baden Württemberg. In diesen beiden Verbänden hat sich unabhängig und doch fast parallel der Ligabetrieb in der Bundesrepublik entwickelt. In Nordrhein Westfalen entstand die Liga dank einer ersten Initiative der Vereine … de Valkatties Nijmegen, PC Boulevard Coesfeld, Düsseldorf sur place, Krétanque Krefeld, PF Goch und FLB Kempen. Nach dem ersten erfolgreich ausgetragenen Ligajahr beschloss der Landesverband den Ligabetrieb zu etablieren und auf nordrhein-westfälische Vereine zu begrenzen. Somit mussten die Nijmeger auf eine weitere Teilnahme, trotz ihrer Pionierrolle, verzichten. Unter ihrer maßgeblichen Beteiligung wurde dann auch in unserem Nachbarland der Ligabetrieb eingerichtet und auch sehr erfolgreich betrieben.

Paradies
© Klaus Eschbach [Herkunftsnachweis: Pétanque in Phuket]

Das Kugelspiel

Sprechen wir einfach an dieser Stelle noch nicht über Pétanque oder seinen Vorläufer. Und auch nicht über die vielen unterschiedlichen Abarten wie Boccia, Bowle, Bosseln, Boule Bretonne, Jeu Provençale und viele andere Weisen, die sich neben unserer Sportart entwickelten. Reden wir einfach einmal über die Anfänge der Entstehungsgeschichte. Und die könnte so wie in dem folgenden Video ausgesehen haben.

Wie es möglicherweise begann. Eine eher nicht seriös gemeinte Betrachtung.
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© Jacqueline Donner [Herkunftsnachweis: princessgreeneye] [Ein liebevoller: Blogspot]


Man kann sich sicher sehr gut vorstellen, dass Menschen in der Vorzeit nicht rund um die Uhr auf Jagd waren (die Männer) oder an der Feuerstelle standen (die Frauen). Zu der Zeit gab es sicher noch keine 5 Tage Woche bei der man am Freitag nach hause eilte und sich dem Müßiggang hingab. Und auch die zehn Gebote gab es noch nicht, die immerhin den siebten Tag als Ruhetag auswiesen.

Wir müssen also davon ausgehen, dass unsere Ur- Ur- Urahnen so in den Tag hineinlebten und sich mitunter mit weniger lebenserhaltenden Dingen befassten. Vermutlich haben sie sich stundenlang gegenseitig entlaust, bis dass auch das langweilig wurde. Forschungen zu diesem Zeitraum beweisen, dass sie sich jedoch schon mit Spielen die Zeit vertrieben. Dazu suchten sie sich z.B. Steine, die sie zu Spielen ähnlich dem Schach oder Murmelspielen eigneten.

Es ist natürlich nicht genau überliefert, ab wann unsere Vorfahren mit Steinen warfen und so etwas wie Boule (Kugel) spielten aber seit dem Mittelalter wissen wir, dass sie plötzlich gerundetes Holz dazu benutzten. Holz hat aber die Eigenschaft auf Witterung zu reagieren. Wird es feucht, dann dehnt es sich aus. Ist es trocken, dann schrumpft es. Dazu kommt, dass sich dieser Prozess auch negativ auf die Beschaffenheit des Produktes auswirkt. Das Holz wird rissig.

Der Mensch wäre nicht Mensch, wenn nicht auch früher schon helle Köpfchen Experimente unternommen hätten und Materialien miteinander verbanden. So kam es dann, dass sich irgendein Protagonist an seinem offenen Kamin Gedanken darüber gemacht hat seine Holz-Boule-Kugel haltbarer zu machen. Dabei muss sein Blick wohl aus dem Fenster auf einen Hufschmied gefallen sein, der gerade ein Pferd neu besohlte. Er sah kleine Metallnieten und so kam ihm der Geistesblitz seine Kugeln rundum mit feinen Flachkopfnieten zu versehen. Er schuf damit die erste halb metallene Boulekugel. Natürlich fand dieses Ereignis in Frankreich statt!

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© Jacqueline Donner [Herkunftsnachweis: princessgreeneye] [Ein liebevoller: Blogspot]


Eine relativ neues Produkt einer Traditionsfirma aus Frankreich erinnert übrigens in der Struktur seiner Riffelung an diese Anfänge. Es ist die Kugel mit der Schildkröt-Riffelung.

Die
Geschichte des Boulespieles durch die Brille meines Freundes und ehemaligen Wegbegleiters Klaus Eschbach (ehemaliger Präsident des DPV) findet ihr hier!

Handfestere Beweise durch tatsächliche Fundstücke aus dem 14. Jahrhundert gab es in der Johanniskirche in Mainz. Die Rhein Zeitung berichtete dazu
das Folgende. Unter den Fundstücken befanden sich offensichtlich auch Boulekugeln. Leider wird über das Material nicht viel berichtet. Die Bruchstücke der Kugeln sehen wir im linken Drittel der Aufnahme.

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[Herkunftsnachweis: Rhein Zeitung]

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